Kunst am Garagentor

Garagentor modern

modernes Garagentor

Dort wo sich Garagen befinden, da findet man die unterschiedlichsten Garagentore. Die einheitlich grauen Lamellentore aus Stahl gehören schon lange der Vergangenheit an. Besonders beliebt sind heutzutage Holz Garagentoren sowie Edelstahl und Aluminium Garagentore. Doch so richtig kreativ sind die meisten Garagentorgestaltungen nicht. Wer sich so richtig von der Masse abgeben möchte, und seinem Eigenheim eine ganz persönliche Note verpassen möchte, der entscheidet sich für Kunst am Garagentor.

Ein paar Künstler haben das Potential der Garagentore erkannt, denn wenn jeder sein Garagentor mit viel Kreativität und Mut zur Farbe gestalten würde, dann wären die deutschen Wohnsiedlungen wesentlich freundlicher und abwechslungsreicher. Obwohl die Kunst am Garagentor nicht so stark verbreitet ist, zählt sie für viele Menschen zu der Kunstrichtung Street-Art dazu. Denn Street-Art kann ganz unterschiedlich ausfallen. So werden Kunstwerke auf Wänden, Böden, Laternen, Stromkästen, Telefonzellen oder eben auf Garagentore gebracht. Das kann mit Pinsel und Farbe oder mit Sprühdosen geschehen, doch Installationen von Plastiken sind ebenfalls möglich. Den Möglichkeiten sind dabei fast keine Grenzen gesetzt. Street-Art kann tiefgründige Bedeutungen haben, sie können aber auch sinnfrei sein, und ausschließlich dazu dienen, Aufmerksamkeit zu erregen oder einfach nur um die Umgebung zu verschönern.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten und Methoden sein Garagentor zu verschönern. In jedem Fall benötigt man ein Garagentor aus Aluminium, Edelstahl oder Holz. Diese Materialien eigenen sich am besten für eine weitere Bearbeitung. Die Idee eines Motivs oder einer Botschaft sollte gut durchdacht werden. Obwohl man ein Garagentor ohne Weiteres übermalen kann, möchte man natürlich, dass sein Kunstwerk für die Dauer ist, da man sehr viel Zeit und Arbeit hinein investiert hat.

Wer selber nicht das nötige zeichnerische Talent für ein Kunstwerk auf einem Garagentor hat, der sollte die Arbeit einem Profi überlassen. In diesem Fall kann man sich sowohl an professionelle Künstler, Hobbyzeichner, Comiczeichner oder auch an Graffiti Sprayer wenden. Wenn man einen konkreten Wunsch hat, kann man seine Vorstellungen skizzieren und an den Künstler weitergeben, der diese Vorzeichnung dann auf das Garagentor überträgt.

Sollte einem keine genaue Idee von einem Motiv oder einer Botschaft vorschweben, dann sollte man das Kunststück auf der Garage vielleicht noch einmal überdenken. Denn wie bei einem Tattoo, dass man sein Leben lang mit sich rum tragen muss, sollte man bedenken, dass das Garagentor jeden Tag betrachten muss. Darüber hinaus steht ein Garagentor oft in unmittelbarer Verbindung zum Wohnhaus. Gemeinsam ergibt sich ein Gesamteindruck, der oft mit den Bewohnern des Hauses in Verbindung gebracht wird. Nicht umsonst wird beim Haustürenkauf häufig daraufhin hingewiesen, dass man im allgemeinem Volksmund sagt "die Haustüre verrät viel über den Charakter des Bewohners". Das Gleiche gilt auch für das Garagentor, da es ein Bestandteil des Hauses ist. Natürlich ist ein Kunstwerk am Garagentor nicht so endgültig wie ein Tattoo.

Ein Kunstwerk am Garagentor hat sowohl gestalterisch als auch preislich kaum Grenzen gesetzt. Gestalterisch sind die aufwendigsten, einfachsten, ausgefallensten oder ungewöhnlichsten Dinge möglich. Preislich kommt es zum einen auf die verwendeten Mal- und Zeichenutensilien an und zum anderen spielt das Honorar des Künstlers eine entscheidende Rolle bei der Preisbestimmung.

Dauerhafte Kunst auf Garagentoren

Retro Garagentore

Retro Garagentore

Zeichnen können viele und die, die es nicht können, die wissen sich mit den einen oder anderen Tricks zu helfen. Einfachere Motive werden zum Beispiel gerne mit einem Tageslichtprojektor auf das Garagentor übertragen. Die Outlines können auf diesem Weg genau übertragen werden, um anschließend ausgemalt zu werden.

Sehr beliebte Motive sind mediterrane Landschaften und Tiere. Doch man findet auch tiefgründigere Motive mit Sinn und Botschaft. Doch wenn man sich die liebevoll gestalteten Garagentore ansieht, dann haben doch irgendwie alle Motive einen tieferen Sinn. Zumindest für den Garagenbesitzer.

Damit der Garagenbesitzer auch möglichst lange etwas von seinem Kunstwerk auf dem Garagentor etwas hat, ist die Farbe auf das Material des Garagentor abzustimmen. Einige Künstler schwören zum Beispiel auf Bootslack. Jedoch braucht der eine offenporige Oberfläche, in die der Lack einziehen kann, daher eignet sich Bootsfarbe nicht für bereits behandeltes Holz oder Metall. Wichtig ist also, dass die Farbe für das Garagentormaterial geeignet ist. Hinweise können Angaben des Herstellers und Erfahrungen von Garagentor Malern bringen.

In jedem Fall muss der Untergrund gut vorbereitet werden. Damit die Farbe ihren Halt bekommt - egal ob auf einem Metall- oder Holzgaragentor - sollte die Oberfläche mit einem ausreichend groben Schleifpapier oder einer Drahtbürste vorbehandelt werden. So kann man alle Partikel entfernen, welche die Farbe daran hindern würden richtig haften zu bleiben. Bevor man jedoch mit der ersten Schicht Lack beginnt, muss die Oberfläche gründlich gereinigt werden. Spezielle Reinigungsmittel für das jeweilige Garagentormaterial sind mit Sicherheit von Vorteil.

Bevor man mit dem eigentlichen Kunstwerk beginnt ist es ratsam einen Haftlack aufzutragen. Je nachdem ist auch eine gründliche Grundierung von Nöten. Die Farben müssen mit dem Material der Garage kompatibel sein. Das bedeutet, die Farbe muss nicht nur einen optimalen Halt erlangen sondern darf die Oberfläche der Garage nicht angreifen. Die Inhaltsstoffe der Lacke, Farben und Sprühdosen geben eine erste Auskunft die mit den Ansprüchen des Garagetormaterials verglichen werden sollten.

Die Art des Auftragens kann jedoch auch entscheidend für die Haltbarkeit des Kunstwerkes sein. Die Art des Farbauftrages sorgt zusätzlich für den individuellen Look. Eine Sprühdose kann ganz anders eingesetzt werden als ein Pinsel. Ein Pinsel kann viel weichere und exaktere Striche erzeugen als Beispiel ein großer Sprühkopf einer Dose. Doch auch Airbrush kann bei einem Garagentor zum Einsatz kommen. Mit einer Airbrush Pistole, speziellen Farben und einem Kompressor kann man sein gewünschtes Motiv auf das Garagentor sprühen. Jedoch braucht man sowohl mit der Sprühdose als auch mit der Airbrushpistole viel Übung bevor man die gewünschten Motive zu Stande bekommt.

Ein gestalterisches Auge, fachliche Kompetenz und zeichnerisches Können sind Vorrausetzung für solch ein Projekt. Wenn man bereits ein paar Projekte absolviert hat, dann kann man im Bereich der Garagentore auch mutiger werden und aufwändigere Motive angehen. Naturrealistische Landschaften und Kulissen aus fernen Ländern sind ganz besonders beliebt, aber schwer zu Zeichnen. Wer das Kunstwerk am Garagentor jedoch selbst produzieren möchte, der sollte sich nicht direkt ein Mammutprojekt vornehmen. Die Anzahl der unfertigen Garagentore in Deutschland ist nämlich höher als man denken mag.